Vandalismus einschr...
 
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Vandalismus einschränken: Toiletten.

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Hausi
(@hausi)
Erster Rundgang
Beigetreten: Vor 2 Tagen
Beiträge: 9
Themenstarter  

Ich dachte: an einer Grundschule der ersten bis vierten Klasse wird nicht viel Unsinn gemacht.

 

Aber gerade die Toiletten haben es den Kindern angetan, egal ob Junge oder Mädchen.

 

Da werden die Urinale und Toiletten verstopft und ordentlich nach gespült.

 

Dummerweise gibt es an meiner Hauptgrundschule keine Bodenabläufe. Und die Urinale lösen mit Bewegungsmelder aus, ... da kann man wunderbar vor tanzen und den Keramiksaal fluten.

 

Wie bekommt Ihr das in Griff? Welche Projekte bringen Euch weiter?

 

Wir erarbeiten gerade eine Lösung, aber ob es klappt? Ich bin gespannt, was Ihr zum Thema Vandalismus beitragen könnt, egal ob auf dem WC, Fenster beschädigen oder Wände beschmieren.

 

Vielen Dank.


HAUSTECHNIKER MIT LEIDENSCHAFT, genannt »Hausi«.


   
Zitat
Joerg
(@joerg)
Alter Hase
Beigetreten: Vor 2 Jahren
Beiträge: 106
 

Hallo zusammen,

Vandalismus an Schulen ist leider kein Thema, das erst an weiterführenden Schulen beginnt. Auch an Grundschulen wird ausprobiert, was passiert, wenn man etwas verstopft, beschädigt oder zweckentfremdet. Manchmal aus Neugier, manchmal aus Langeweile und manchmal leider ganz bewusst.

Und wenn ein Urinal mit Bewegungsmelder ausgestattet ist, haben manche Kinder offenbar eine neue Sportart entdeckt: Wasserverbrauch durch Dauertanzen. 😉

Aber Spaß beiseite: Gerade bei den Toiletten würde ich zunächst die technischen Möglichkeiten prüfen.

Bei vielen elektronischen Urinalsteuerungen lassen sich Spülzeiten, Sperrzeiten zwischen zwei Spülvorgängen oder andere Betriebsparameter einstellen. Teilweise verfügen die Steuerungen auch über spezielle Programme zur Vermeidung unnötiger Spülungen.

Hier würde ich zunächst den Hersteller und den genauen Typ der Steuerung ermitteln. Anschließend sollte anhand der Herstellerunterlagen geprüft werden, ob sich die Auslösung begrenzen lässt. Eine Fachfirma für Sanitärtechnik kann dabei unterstützen.

Auch eine geeignete Wasserüberwachung mit automatischer Absperrfunktion könnte interessant sein. Solche Systeme können ungewöhnlich lange Wasserentnahmen oder Leckagen erkennen und unter bestimmten Voraussetzungen die Wasserzufuhr unterbrechen. Allerdings muss die Anlage dafür geeignet sein und fachgerecht geplant werden.

Und die fehlenden Bodenabläufe?

Die sind bei einer Überschwemmung natürlich besonders ärgerlich. Allerdings ist ein Bodenablauf auch kein Allheilmittel. Er muss fachgerecht geplant, ausreichend dimensioniert und hygienisch sicher betrieben werden. Ein nachträglicher Einbau ist nicht immer wirtschaftlich oder baulich möglich.

Deshalb würde ich zunächst versuchen, die Wassermenge technisch zu begrenzen, bevor man über größere bauliche Veränderungen nachdenkt.

Was können Schulleitung und Schulträger tun?

Aus meiner Sicht muss man hier gemeinsam handeln.

Der Schulträger ist grundsätzlich für die baulichen und technischen Einrichtungen zuständig. Die Schulleitung sollte im Rahmen ihrer schulischen Verantwortung dafür sorgen, dass die Toiletten ordentlich genutzt werden und Schäden konsequent angesprochen werden.

Dazu könnten beispielsweise altersgerechte Projekte zum verantwortungsvollen Umgang mit Schuleigentum, gemeinsame Toilettenregeln oder die Einbindung der Schülervertretung beziehungsweise der Klassen gehören.

Gerade in einer Grundschule würde ich nicht ausschließlich auf Verbote und Sanktionen setzen. Kinder müssen auch verstehen, warum solche Aktionen problematisch sind und welche Folgen sie haben.

Was ich allerdings nicht empfehlen würde, sind Kameras in Toilettenräumen oder eine Überwachung, die in die Privatsphäre der Kinder eingreift. Auch bei wiederholtem Vandalismus bleiben die Persönlichkeitsrechte und der besondere Schutz der Kinder bestehen.

Beschädigungen sollten sachlich dokumentiert und der Schulleitung sowie bei Bedarf dem Schulträger gemeldet werden. Bei Wasserschäden ist außerdem wichtig, mögliche Gefährdungen durch elektrische Anlagen, Rutschgefahr und Feuchtigkeit in Bauteilen zu berücksichtigen.

Mein persönlicher Ansatz wäre daher eine Kombination aus technischen Maßnahmen, klaren Regeln und pädagogischer Arbeit.

Denn eines ist sicher: Wenn Kinder unbedingt Unsinn machen wollen, sind sie gelegentlich erstaunlich erfinderisch. Da kommt selbst die beste Gebäudeleittechnik nicht immer hinterher.

Mich würde interessieren, ob jemand von euch bereits elektronische Urinalsteuerungen mit einstellbarer Spülsperre oder eine Wasserüberwachung im Einsatz hat.

Und welche pädagogischen Projekte haben bei euch tatsächlich etwas bewirkt?

Viele Grüße

Jörg

Sicherheit beginnt mit Fachkunde.
Sicherheitsrelevante Tätigkeiten erfordern die passende Qualifikation, Unterweisung und die Beachtung geltender Vorschriften, Normen, Regelwerke sowie Herstellervorgaben. Schriftliche Beauftragungen oder Bestellungen müssen vorliegen, soweit vorgeschrieben.

„Wissen wird mehr, wenn man es teilt.“

 



   
Hausi hat reagiert
AntwortZitat
Hausi
(@hausi)
Erster Rundgang
Beigetreten: Vor 2 Tagen
Beiträge: 9
Themenstarter  

Genauso werde ich handeln. Es geht um die:

TECE TECEplanus Elektronik Urinal 230/12V-Netz Weiß

und die ist tatsächlich programmierbar mit einen Magneten. Die Anleitung habe ich mir runtergeladen und nach den Herbstferien werde ich mal sehen, wie gut ich da etwas einstellen kann.

Angeblich wurde vor meiner Zeit schon einiges an Vandalismusverhinderung versucht. Ich bleibe am Ball 😉


HAUSTECHNIKER MIT LEIDENSCHAFT, genannt »Hausi«.


   
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